Die kontinuierliche Arbeit zur Bewahrung und Aufwertung

Die Natur und die Wirkung der Zeit bleiben nie stehen; dies gilt auch für unseren Einsatz zum Schutz und zur Aufwertung des geschichtlichen und landschaftlichen Erbes von Prada.
Danks des Einsatzes und der harten Arbeit von Spezialisten und Freiwilligen setzen wir uns weiterhin dafür ein, Prada für alle, denen diese alte Siedlung am Herzen liegt, zu bewahren und zu schützen.

2019 Schutz von Prada als Kulturgut von kantonaler Bedeutung anerkannt

Prada genießt den Schutz als Kulturgut von kantonaler Bedeutung; dies hat der Regierungsrat entschieden und die Variante des Raumplanungsgesetzes des Gemeinderates von Bellinzona vom 19. Dezember 2018 angenommen.
Für die Stiftung ist dies eine entscheidende Etappe ihres Projekts, die baufälligen Gebäude zu bewahren und wieder aufzubauen - nicht nur eines, wie es das Departement für Bau und Umwelt in seiner Voruntersuchung wollte.
Nach Anhörung der Begründungen des Stadtrates und des Amtes für Kulturgüter ist der Regierungsrat „der Ansicht, dass es möglich sei, den Willen der Stadt Bellinzona, und somit der Stiftung Prada, insofern zu unterstützen, als üblicherweise festgehalten wird, dass jede weitere Restaurierung oder Wiederaufbau von anderen Gebäuden, die zur geschützten Siedlung gehören, nach den Grundsätzen des Schutzes von Kulturgütern gerechtfertigt werden muss“.

2019 Variante des Raumplanungsgesetzes zum kantonalen Schutz des Dorfes angenommen

An der Sitzung vom Februar 2019 hat der Gemeinderat von Bellinzona der Variante des Raumplanungsgesetztes des Quartiers von Bellinzona zugestimmt, die den Schutz von Prada als Kulturgut von kantonaler Bedeutung anordnet.
Die Akte war bis Ende Mai veröffentlicht worden und wird nun vom entsprechenden kantonalen Amt geprüft.

2018 Abholzungsarbeiten bei der Kirche

Zweite und letzte Phase der Abholzung der einsturzgefährdeten Bäume, die im alten Dorf gewachsen sind.
In dieser Phase wurden die Umgebung der Kirche mit ihrem Vorplatz und der Bereich, wo die alte Mühle vermutet wird, aufgeräumt und abgesichert.
Dank der zufriedenstellenden Ergebnisse der ersten Phase wurden die Bäume auch in diesem Fall mit Hilfe eines Helikopters gefällt.

2017 Abholzung und Abtransport der Bäume

Um die Gefahr von Einstürzen instabiler Bäume (wie in der Vergangenheit leider vorgekommen) auf ein Minimum einzudämmen, hat man dafür gesorgt, den Baumbestand in zwei Phasen zu reduzieren.
Um die vorhandenen Baureste nicht weiter zu beschädigen, hat man für den Abbau in den heikelsten Zonen den Helikopter eingesetzt.
Die Bäume wurden vor dem Schnitt am Helikopter angehängt, dann gefällt und direkt zum Sammelplatz nach Serta geflogen.

2016 Gründung der Stiftung Prada

Ziel der Stiftung ist die Erschließung und Aufwertung des mittelalterlichen Dorfes von Prada, das sich in einem Gebiet von archäologischer Bedeutung befindet und gemäß Raumplanung als Zone von landschaftlichem Interesse gilt.
Die Stiftung möchte Maßnahmen zum Wiederaufbau und zum Schutz der alten Siedlung fördern und finanzieren, d.h. die Gebäude gemäß ihrer ursprünglichen Funktion und ihres bewahrten Zustandes sanieren und für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

2007 Topographische Erhebung

Die Erhebung wurde 2007 vom Archäologen Giorgio Nogara im Auftrag des Amtes für Kulturgüter durchgeführt.
Wie aus der Planimetrie ersichtlich, sind in Prada die Reste von mehr als 40 Gebäuden (Häuser und Ställe) vorhanden.
Etwa zehn davon haben ein noch gut erhaltenes Mauerwerk; dies dank der raffinierten Bauweise mit recht großen, gut bearbeiteten Steinblöcken in den Ecken und den empfindlichsten Stellen der Gebäude und der Verwendung von Kalkmörtel als Bindemittel.
Unter diesen Häusern befindet sich auch das Gebäude 13.2., das am meisten Bausubstanz aufweist.
Innerhalb des Projekts zur Aufwertung Pradas ist vorgesehen, dessen fehlende Teile konservativ zu restaurieren.
Eine andere Eigentümlichkeit ist die blockweise Anordnung der Wohnhäuser, wie bei Reihenhäusern.
Zu erwähnen ist auch, dass sich das Dorf in einer Mulde in westlich-südwestlicher Lage zwischen den Bächen Dragonato und Guasta befindet und vom Nordwind gut geschützt ist.